Grundinformationen zum Bausparen

 

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Inhalt

 

Das Bausparprinzip

Erklärung des Bausparprinzips

Ein Bausparvertrag ist ein Sparvertrag, den der Anleger (Bausparer) mit einer Bausparkasse abschließt. Er wird hauptsächlich für die Finanzierungen von wohnwirtschaftlichen Maßnahmen eingesetzt. Zusätzlich wird der Bausparvertrag auch gerne als sichere Sparform genützt, mit einem ansprechenden Guthabenzins.

Die vertraglich vereinbarte Bausparsumme wird zu einem vertraglich festgelegten Prozentsatz angespart. Der bis zur abgeschlossenen Vertragssumme fehlende Teil wird bei Zuteilung als Bauspardarlehen gewährt, so dass der Bausparer bei Zuteilung über die volle Summe verfügen kann.
Auf dieses Darlehen kann auch verzichtet werden.

Der Bausparvertrag ist eine Anlageform für die vermögenswirksamen Leistungen, bei der Arbeitnehmersparzulage und Wohnungsbauprämie die Rendite erhöhen können.

Berechtigter Personenkreis

Hier gibt es grundsätzlich keine Eingrenzungen. Bei Minderjährigen unterschreiben die Erziehungsberechtigten. Sowohl Arbeitnehmer als auch Selbstständige können einen Bausparvertrag abschließen.

Die Kosten des Bausparvertrages

Die Abschlussgebühr wird in der Regel mit den laufenden Sparzahlungen verrechnet. Sie beträgt entweder 1,0% oder 1,6% der Bausparsumme und kann auf Wunsch auch als Einmalzahlung zu Beginn der Vertragslaufzeit entrichtet werden.

Weitere mögliche Kosten je nach Bausparkasse und Tarif können noch sein:

  • Jährliche Kontoführungsgebühr

  • Darlehensgebühr bei Inanspruchnahme des Darlehens

Die Laufzeit eines Bausparvertrages

Hier unterscheiden sich die Tarife sehr. Einige Tarife sind bereits nach ca. 2 Jahren zuteilungsreif, andere benötigen länger. Die maximale Laufzeit der Ansparphase beträgt meistens 15 Jahre.

Für Renditetarife wird fast durchgehend eine Mindestlaufzeit der Ansparphase von 7 Jahren hinterlegt.

Fördermöglichkeiten des Bausparens

Die Phasen des Bausparens

Beim Bausparen gibt es grundsätzlich folgende 3 Phasen:

  • Sparphase

  • Zuteilungsphase

  • Tilgungsphase

Die Sparphase

Der Kunde spart monatlich den berechneten Betrag an. Zusätzlich kann er hier noch Sonderzahlungen, vermögenswirksame Leistungen und staatliche Förderungen einbringen.

Die monatlichen Zahlungen können auch während der Sparphase ausgesetzt, verringert oder erhöht werden. Hierbei muss der Kunde jedoch darauf achten, dass sich die Zuteilung des Bausparvertrages entsprechend ändert.

Die Zuteilungsphase

In der Zuteilungsphase befindet sich der Bausparvertrag dann, wenn die vereinbarte Mindestsumme eingezahlt und die notwendige Bewertungszahl erreicht ist. Hier entscheidet der Kunde, ob er das Darlehen in Anspruch nehmen oder darauf verzichten will. Die Frist hierfür beträgt in der Regel 12 Monate.

Die Tilgungsphase

Hier zahlt der Kunde die berechnete monatliche Tilgung für das gewährte Darlehen zurück. Sondertilgungen sind jederzeit in unbegrenzter Höhe möglich.

Die Bewertungszahl

Die Bewertungszahl entscheidet wesentlich über den Zeitpunkt der Zuteilung des Vertrags. In die Berechnung der Bewertungszahl geht nicht nur das angesparte Guthaben ein, sondern auch der Zeitraum, über den dieses Guthaben angespart wird.

Im Detail unterscheiden sich jedoch die Berechnungsmethoden der verschiedenen Anbieter voneinander. Manche Bewertungszahlberechnungen orientieren sich an der Summe der Guthabenstände zu festen Stichtagen, andere wiederum beziehen sich ausschließlich auf die bis zum Stichtag verdienten Zinsen. Da eine Kasse in der Regel eine ganze Bandbreite von Bauspartarifen anbietet, werden die einzelnen Tarife in der Formel zusätzlich durch einen Tariffaktor unterschiedlich gewichtet. Oft wird außerdem die Zahl noch mit einer festen Konstante multipliziert.

Grundsätzlich ist jede Bausparkasse gesetzlich verpflichtet sicherzustellen, dass das genutzte Bewertungsverfahren alle Bausparkunden der Bausparkasse gleichwertig behandelt und niemanden bevor- oder benachteiligt. Dieser Prozess wird von der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) überwacht.

Wichtige Punkte bei der Beantragung

Die Abschlussgebühr

Je nach Bauspartarif beträgt die Abschlussgebühr 1,0 % oder 1,6 % der Bausparsumme.

  • Manche Bausparkassen bieten dem Kunden an, zwischen den beiden Gebühren selber zu entscheiden. Hier hat er dann bei der erhöhten Abschlussgebühr die Möglichkeit, die Bausparsumme kostenlos zu verdoppeln.

Regelsparbeitrag

Der Regelsparbeitrag ist eine feste statistische Größe bei den Bausparkassen. Er variiert je nach Tarif zwischen 2,5 ‰ und 6 ‰ der Bausparsumme.

Für die tatsächliche Besparung ist er insoweit relevant, als dass einige Bausparkasse ihn als Ober- oder Untergrenze für die maximale monatliche Besparung heranziehen.

Vermittlernummer

Die Vermittlernummer der einzelnen Gesellschaften finden Sie auf der Bankprodukte-Seite der Fonds Finanz.

Die Flexibilität eines Bausparvertrages

Teilung eines Bausparvertrages

Eine Teilung ist immer nur dann möglich, wenn beide Teile mindestens der Mindestbausparsumme des jeweiligen Tarifs entsprechen. Sowohl die Bausparsumme als auch das Bausparguthaben kann in diesem Rahmen beliebig aufgeteilt werden.

Beispiel
Die Bausparsumme beträgt 50.000 € und das eingezahlte Guthaben 13.548 € :

 

Bausparvertrag 1

Bausparvertrag 2

Bausparsumme

30.000 EUR

20.000 EUR

Guthaben

13.547 EUR

1 EUR

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Erhöhung eines Bausparvertrages

Es ist möglich die Bausparsumme zu erhöhen, wenn der Tarif noch aktiv ist. Bei bereits geschlossenen Tarifvarianten oder älteren Bausparverträgen ist das ohne Zustimmung der Bausparkasse nicht möglich.

Hier können auf den Kunden jedoch nochmals Kosten für die zu erhöhende Summe zukommen.

Aussetzen der Sparraten

Sparraten können ausgesetzt oder verringert werden. Jedoch muss beachtet werden, dass sich dabei die Zuteilung des Bausparvertrags entsprechend nach hinten verschiebt.

Zuzahlungen in den Bausparvertrag

Zuzahlungen können in der Sparphase mit Zustimmung der Bausparkasse geleistet werden.

Dies ist in der Regel bei Finanzierungstarifen kein Problem.

Bei Renditetarifen jedoch können zusätzliche Zahlungen je nach Tarif zum Verlust der Bonusverzinsung führen.

In der Tilgungsphase sind sie jederzeit ohne Zustimmung der Bausparkasse möglich. Eine sofortige komplette Rückzahlung ist auch möglich.

Steuerliche Verwendung und Sicherheit der Einlagen

Die steuerliche Verwendung der Erträge

Zinserträge aus Bausparverträgen entsprechen Kapitalerträgen und unterliegen somit der Abgeltungssteuer. Um die Erträge von der Versteuerung zu befreien, ist ein Freistellungsauftrag für Kapitalerträge notwendig.

Beim Ausfüllen des Freistellungsauftrages sind folgende Punkte zu beachten:

  • Bei Alleinstehenden max. 801 € / Verheirateten max. 1602 €

  • Steueridentifikationsnummer ist immer zwingend notwendig

  • Bei der gemeinsamen Veranlagung müssen immer beide Ehepartner unterschreiben

Die Sicherheit der Einlagen

Durch den „Bausparkassen-Einlagensicherungsfonds e. V.“ (Klingelhöferstr. 4, 10785 Berlin) werden die Bauspareinlagen privater Anleger (Privatpersonen, Personengesellschaften, eingetragene Vereine, Stiftungen, Wohnungseigentümergemeinschaften) und kleiner Kapitalgesellschaften einschließlich Zinsen in unbegrenzter Höhe, sowie die sonstigen Einlagen (wie z. B. Festgelder) einschließlich Zinsen bis zum Höchstbetrag von insgesamt 250.000 Euro pro Anleger gesichert.

Verwendungsmöglichkeiten der Bausparmittel

Das Bauspardarlehen kann gemäß § 1 Abs. 3 des Bausparkassengesetztes für folgende wohnwirtschaftliche Maßnahmen eingesetzt werden:

  • Die Errichtung, Beschaffung, Erhaltung und Verbesserung von überwiegend zu Wohnzwecken bestimmten Gebäuden und von Wohnungen, insbesondere von Eigenheimen und Eigentumswohnungen, sowie der Erwerb von Rechten zur dauernden Nutzung von Wohnraum

  • Die Errichtung, Beschaffung, Erhaltung und Verbesserung von anderen Gebäuden, soweit sie Wohnzwecken dienen

  • der Erwerb von Bauland und Erbbaurechten zur Errichtung von überwiegend zu Wohnzwecken bestimmten Gebäuden

  • der Erwerb von Bauland und Erbbaurechten zur Errichtung von überwiegend zu Wohnzwecken bestimmten Gebäuden

  • Maßnahmen zur Erschließung und zur Förderung von Wohngebieten

  • Die Ablösung von Verbindlichkeiten, die zur Durchführung von Maßnahmen nach den Nummern 1 bis 5 eingegangen worden sind

  • Die Ablösung von Verbindlichkeiten, die auf einem überwiegend Wohnzwecken dienenden Grundstück ruhen

Als wohnungswirtschaftliche Maßnahmen gelten die Ablösung von Verbindlichkeiten, die zur Leistung von Bauspareinlagen eingegangen worden sind, sowie gewerbliche Bauvorhaben, wenn sie im Zusammenhang mit dem Bau von Wohnungen oder in Gebieten durchgeführt werden, die dem Wohnen dienen, und wenn sie dazu bestimmt sind, zur Versorgung dieser Gebiete beizutragen.

 

 

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